Bernhard Rein

„Er bezeichnet sich als „echten Ruaschder“. Bernhard Rein wurde am 8. September 1962 im „Grofehüsemer Streßli“ geboren. Er ist verheiratet und wohnt, wie könnte es anders sein, mit seiner Frau Gulnara in Rust.

Seit dem Jahr 1982 ist er nebenberuflich als Mitarbeiter für die Lokalzeitungen in der Region tätig und berichtet aus Rust, zuerst nur mit Stift und Schreibmaschine. Später drücken ihm die Zeitungsleute eine Kamera in die Hand. So fungiert er auch als fotografierender Journalist.

Rein ist in dieser Zeit zwischen Durbach und Endingen unterwegs. Den Reiz dieser Tätigkeit als „rasender Reporter“ beschreibt er treffend: „Man erlebt ein ganzes Leben in 30 Minuten. Ich bin vom Foto des 100. Babys im Klinikum mit den glücklich strahlenden Eltern zu einem tödlichen Unfall auf der Autobahn mit den traurigen Gesichtern der Helferinnen und Helfer gefahren und habe meine Bilder gemacht.“

Auf der Suche nach
dem richtigen Augenblick

Rein findet neue Tätigkeitsbereiche, fotografiert für andere Kunden, darunter der Europa-Park und andere namhafte Unternehmen.

In seiner ersten Ausstellung „camera obscura“ im Jahr 2017 zeigt Rein eine andere Facette seiner Arbeit. Er setzt obskure und manchmal auch skurrile Motive in seinem Heimatort mit seinem Team um. Die Bilder entstehen nicht im Computer als künstliches Composing, sondern werden „on location“ produziert. Bei den Fotos spielt das Blitzlicht die dominierende Rolle. Für Rein ist das Fotografieren das Malen mit Licht und so setzt er das Licht, so wie er es haben will. „Ich sehe das Bildmotiv vor meinem inneren Auge“, lächelt er und wenn das Bild später auf der Leinwand genau so aussieht, dann ist Rein sichtlich zufrieden.

Seine zweite Ausstellung „märchenhaft@rust.heimat®“ im Jahr 2019 widmet Rein dem Verein „einfach helfen“und dem Naturzentrum Rheinauen der Gemeinde Rust.

Text: Anja Rolfes / Foto: Elena Goldbach